Wieviel Streit ist gut bzw. schlecht für eine Beziehung?



3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. darüber läßt sich trefflich streiten….

    Aber wie wäre es damit: zuerst lieben, dann streiten und dann wieder lieben… das ist ein Konzept, dass die Streits liebestechnisch spannend macht.

  2. Also ich finde, streiten ist sehr wichtig für eine Beziehung. Es gibt ja auch nicht wenige Menchen, die erst im Streit genung Mut haben, zu sagen was sie fühlen. Das ist aber für eine tiefe langfristige Beziehung unerläßlich. Man bringt ja auch unterschiedliche Erfahrungen und Selbstverständlichkeiten aus der unterschiedlichen Sozialisation mit, da helfen offene Reibungen eine Balance zu finden. Außerdem kann jeder der Partner aus einer Auseinandersetzung das Selbstbewußtsein ziehen, sich durchsetzen zu können und Erfahrungen sammeln im „wie streitet man richtig/konstruktiv“ (Ãœbung macht den Meister). Diese Erfahrungen kann man dann auch in der Außenwelt einbringen z.B. im Beruf (wo man nicht wirklich üben kann, sondern schon eine gewisse Kompetenz in der Führung einer Auseinandersetzung vorausgesetzt wird). Außerdem geben genügend positiv beendete Streitereien die Sicherheit, es auch beim nächsten Mal wieder hinzukriegen und wenn es trotzdem zur Trennung kommt, auch dann gemeinsam vernünftige Lösungen zu finden. Ein ordentlicher Streit mobilisiert auch viel Kraft, z.B. endlich eine schlechte Angewohnheit abzustreifen oder endlich die alte Schulfreundin anzurufen, die man seit Jahren nicht mehr gesehen hat, die einen aber immer so gut trösten konnte/mit der man immer so viel Spaß hatte. Es bringt Bewegung, rüttelt alles einmal kräftig durch und wenn der Haussegen eh schief hängt, kann man auch endlich mal was anderes ausprobieren, eine ungeliebte Rolle ablegen und sich sowie dem Partner zeigen, was noch alles in einem steckt (und wahrscheinlich wird es ihn gar nicht so sören oder sogar erfreuen bis zum heimlichen Stolz, der Auslöser dieser Entwicklung gewesen zu sein).

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